Das in Vormwald die Tradition hochgehalten wird, bewiesen die sechs Mitglieder des Stammtisches „Concore“ mit ihrer Jubiläumsfeier. Sie fanden sich -ausnahmsweise mit Ehefrauen- und gemeinsam mit 50 Gästen in der Gaststätte „Zum Zollposten“ ein, um ihr Jubiläumsfest im angemessenen Rahmen zu feiern. Vorangegangen war am Nachmittag ein Umzug im historischen Festwagen durch Vormwald. Mit Jagdhornfanfaren, Leierkastenmusik und Freibier vom Fass fuhr „man zum Tal“, um den 80jährigen Ehrenvorsitzenden Karl Vorländer abzuholen.
   Kein leichtes Unterfangen, wie sich herausstellte. Auf der Rückfahrt „Zum Zollposten“ war der weg von Freunden der Stammtischbrüder blockiert. Eine Blockade, die sich erst nach reichlich gespendeten Litern Bier Wegezoll auflösen sollte. Mit kräftigem Trommelwirbel und Querflötenspiel wurde der Festabend durch den ehemaligen Spielmannszug Vormwald eröffnet. Zur Freude der „Concore“-Brüder hatten sich die 9 Tambours, obwohl sie jahrelang jeden Auftritt abgelehnt hatten, spontan bereit erklärt, im Festlokal aufzuspielen.
   Der Abend wurde gewürzt mit zünftigen Weisen der „Knüppelmusik“ und zur Überraschung aller mit einem Auftritt der Stammtischdamen. Mit leiser Ironie gaben sie ihr selbst komponiertes Lied „Mein lieber Mann“ zum Besten. Dies war der Auftakt zu einer „Preisverleihung“, vorgenommen von den Ehefrauen für jeden einzelnen „Conore“-Bruder. Sie zeichneten in heiter humorvoller Art die „liebenswürdigen Eigenarten“ ihrer Jubiläumsgatten auf.
   Den Werdegang des Stammtisches seit 1969 mit seinen zahlreichen Anekdoten und Erlebnissen gab schließlich Rainer Klingebiel in einer mit Begeisterung aufgenommenen Büttenrede zum Besten. Abschluss des gelungen Abens bildete um Mitternacht das stammtischeigene, einem alten spanischen Reitergesang entlehnte „Conore-Lied“.

Bericht der ? 1989

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